Wissenschaft

OLDENBURGER FORSCHERTAGE

OLDENBURG - Es brodelte, zischte und knallte vergangene Woche drei Tage lang in der Universität in Wechloy – trotz der vorlesungsfreien Zeit. 128 Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse hatten die Universität fest im Griff, denn am Donnerstag und Freitag forschten und experimentierten sie rund um die Fächer Chemie, Biologie und Physik. Dabei hörten sie sich Vorlesungen an und fanden sich dann in Arbeitsgruppen, beispielsweise der Regenwurm- oder Sonnengruppe zusammen.

Am Sonnabend präsentierten sie im überfüllten Hörsaal ihren Eltern die Ergebnisse. Zuvor aber begrüßten die kleinen Forscher begeistert Christoph Biemann, der seit nunmehr zehn Jahren die „Lach- und Sachgeschichten“ in der „Sendung mit der Maus“ präsentiert. Eineinhalb Stunden lang führte er den Kindern und ebenso gebannten Eltern Experimente vor. Immer wieder bezog er dabei die Kinder mit ein und begeisterte besonders mit dem Experiment, ein gekochtes Ei in eine Glasflasche hinein und danach wieder hinauszubekommen. Gemeinschaftlich probierten die kleinen Forscher aus und lösten das Problem mit Wasserdampf.

Das Engagement der Kinder spiegelte den Gesamterfolg des Projekts wider. Organisator Marco Beeken zeigte sich sehr zufrieden: „Wir sind in den drei Tagen ohne ein einziges Pflaster ausgekommen. Das zeigt, wie toll die Kinder mitgemacht haben, aber auch, wie toll unsere etwa 50 Betreuer ihren Job gemacht haben.“ Auch Christoph Biemann war die Freude anzumerken, die es ihm bereitete, Kindern komplexe Sachverhalte nahezubringen. Scheinbar spielend beantwortete der Mann mit dem Markenzeichen eines knallgrünen Pullovers den Kindern Fragen rund um Chemie, Biologie und Physik. Es gehe immer um das Ausprobieren, so Biemann, denn „Ausprobieren sollte man immer und überall, nur dadurch kann man Lernen“, erzählte er.

Initiatorin Ilka Parschmann ist rundum zufrieden: „Die Resonanz war hervorragend. Wenn es möglich ist, dann werden wir die Forschertage im nächsten oder übernächsten Jahr auf jeden Fall wiederholen.“