Christoph Biemann

Geschichte vom Experimente Buch

Das Buch soll von Experimenten erzählen, dazu anregen Experimente zu machen, und davon erzählen, was Experimente für uns alle bedeuten.

Experimente Exposé

Experimente Buch von Christoph

"Was passiert, wenn ich gegen diese Schafe haue ?", würde sich das Baby fragen, wenn es das könnte. Kräftig haut es auf das Mobile ein, das über ihm hängt.

Die Holzschafe wackeln lustig hin und her – Baby lacht, denn es hat Spaß. An seinem ersten Experiment. Und weil es so einen Spaß gemacht hat experimentiert es weiter: Was passiert, wenn ich den Finger in Mama´s Nase stecke? Wie lange muß ich schreien, bis Papa kommt? Wie oft darf ich die Töpfe aus dem Schrank räumen, bis jemand schimpft? Was passiert, wenn ich die Stricknadel in die Steckdose stecke?

Das ganze Leben geht das so weiter. Denn das Experiment ist eng verwandt mit einer der wichtigsten Triebfedern des menschlichen Wollens: Der Neugier.

Geschichte vom Experimente Buch

Das Buch soll von Experimenten erzählen, dazu anregen Experimente zu machen, und davon erzählen, was Experimente für uns alle bedeuten.

Die Geschichte ist voller Geschichten von Experimenten: Archimedes in der Badewanne. Die Blitze von Benjamin Franklin. Die zuckenden Froschschenkel von Alessandro Volta. Um nur einige zu nennen. Das sind die Erfolgsgeschichten. Sicher gibt es aber auch Geschichten von gescheiterten Experimenten. Einer der weniger erfolgreichen Experimentatoren war zum Beispiel der Geheimrat Goethe, dem es nicht gelang, seine Theorien im Experiment zu beweisen.

Man muß auch davon erzählen, daß es einige Jahrhunderte in der europäischen Geschichte gab, in denen das Experiment und damit die Beobachtung der Natur verboten war. Der Prozeß von Galilei war das letzte Aufbäumen dieser Blindheit.

Was passiert, wenn ich ein Ei auf den Boden fallen lasse? Das Ergebnis diese einfachen Experimentes kennt jeder. Aber welche Schlußfolgerungen sind daraus zu ziehen? Die für die meisten Menschen naheliegenste wäre, das Ei einfach nicht fallen zu lassen. Es gibt aber Leute, die probieren so lange, bis sie das Ei so gut verpackt haben, daß es nicht mehr platzt. Die probieren aber nicht nur, sondern überlegen auch, finden Formeln, stellen Berechnungen an usw. Sie machen Gedankenexperimente.

Experimente begleiten uns durchs ganze Leben. Und oft haben große Ideen mit einem einfachen Experiment angefangen: Seifenblasen zum Beispiel. Man kann sie in die Luft blasen.

Das Buch soll anregend sein. Anregen, selber zu experimentieren; einfache Möglichkeiten zeigen, zum Beispiel zu erfahren, daß es Luftdruck wirklich gibt. Es soll aber auch anregende Lektüre sein, indem es des Geschichten von wichtigen Experimenten erzählt. Und es soll dazu anregen, Gedankenexperimente zu machen. Zum Beispiel sich in die Rolle eines anderen Menschen zu versetzen – um ihn dann besser verstehen und mit ihm umgehen zu können. Das Buch soll ein bisschen sein, wie die „Sendung mit der Maus“; eine Wundertüte, in der jeder jeden Alters Interessantes für sich finden kann. Auch wenn man es zum zweiten oder dritten Mal aufschlägt, soll man durch Illustrationen oder Überschriften erneut angeregt werden, etwas Neues zu entdecken.

Eine Herausforderung an Grafik und Text, die anzunehmen sich aber lohnen wird.

Euer Christoph Biemann
Juni 2002